Von „A“ wie Auslandsjahr bis „Z“ wie Zeitung

Halli Hallo Hallöle 🙂
Ich dachte es wird mal wieder Zeit für meinen zweiten Blog-Beitrag. Und zwar wollte ich euch jetzt mal davon berichten, wie ich auf die Idee gekommen bin einen Freiwilligendienst machen zu wollen und welche Vorbereitungen ich bis jetzt schon getroffen habe.
Fangen wir an mit dem „A“ wie Auslandsjahr: Den Wunsch nach der Schule ins Ausland zu gehen, hatte ich schon länger. Als das Abi dann näher rückte, musste ich mir Gedanken machen, welche Art des Auslandsjahres für mich am besten wäre. Da Work and Travel oder ein Au-Pair nicht zu mir und meinen Vorstellungen gepasst haben, habe ich mich dann für einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst entschieden, der mir die Möglichkeit gibt, mich sowohl zu engagieren als auch mich dabei selber weiterzuentwickeln.
Dann habe ich mich in Recherchen vertieft und fleißig Bewerbungen („B“- wie Bewerbung) geschrieben, was sich definitiv gelohnt hat. Ich werde den Moment nicht vergessen, wie ich in der Pause auf dem Schulhof stand, als ich die Einladung zum Auswahlseminar bekommen habe (und noch ein weiteres „A“). Ich habe mich so sehr gefreut, dass ich rumgesprungen bin und meine Freunde mich nur verwirrt angestarrt haben. Ab diesem Zeitpunkt habe ich dann nicht nur für die Vorabi Klausuren gelernt, sondern auch die Vorbereitungen für das Seminar getroffen, das im Februar stattgefunden hat. Dazu musste ich unter anderem eine Collage über mich und mein Leben basteln, damit ich mich den anderen vorstellen konnte (auf Englisch 😉 – komisch, wenn man weiß, dass alle die neben einem sitzen deutsch sprechen, aber man sich trotzdem auf englisch unterhalten soll…). Nach 3 Tagen war das Seminar dann um und es hieß abwarten und weiter fürs Abi lernen ( – und noch ein weiteres „A“ 🙂 ) Lange musste ich aber zum Glück nicht warten. Nach ein paar Tagen hatte ich meine Zusage.  Als dann der ganze Abistress und die Feierlichkeiten vorbei waren, konnten dann endlich die eigentlichen Vorbereitungen beginnen. Ab diesem Zeitpunkt bin ich ständig zu Banken (und noch ein „B“ :)) gelaufen, weil ich ein Auslangskonto brauchte. Dies hat sich als sehr kompliziert herausgestellt, was ich nicht erwartet hätte.
Ab dann hieß es Flyer (das „F“ darf nicht fehlen) gestalten und verteilen, damit Spenden zusammenkommen und meine Einsatzstelle bzw. meine Entsendeorganisation die nötige Unterstützung erhält. Um möglichst viele Spenden zusammenzubekommen habe ich einen Vortrag in meiner Kirchengemeinde gehalten und über Land und Leute berichtet.
Das „I“ darf natürlich auch nicht vergessen werden, deswegen gehe ich jetzt noch auf die unzähligen Impfungen ein, die ein wichtiger Teil meiner Vorbereitungen waren. Insgesamt habe ich also über einige Wochen verteilt so um die 8 Spritzen in meine Arme gedonnert bekommen, nicht gerade angenehm aber auszuhalten.
Und jetzt kommt Jens („J“- der Vollständigkeit geschuldet): Jens wird meine Focalperson in Namibia sein. Also mein Ansprechpartner, wenn ich Fragen oder Probleme haben sollte. Und auch derjenige, auf dessen Gelände meine Projektpartnerin und ich dann wohnen werden. Dank Facebook konnte ich schnell Kontakt herstellen, sodass wir uns dann bei der Ankunft nicht mehr ganz fremd sein werden. Neben dem Kontakt zu Jens habe ich natürlich auch den Kontakt zu meinen Mitfreiwilligen (das „M“ darf nicht vergessen werden) hergestellt. Das hat mir bei den weiteren Vorbereitungen sehr geholfen, weil ich mich mit ihnen austauschen und beratschlagen konnte, zum Beispiel über die Reiseapotheke („R“- viel fehlt nicht mehr…). Was dieses Thema angeht, habe ich die Liste des Gesundheitsamtes abgearbeitet und dabei habe ich festgestellt, dass AntiBrumm und Durchfallmittel definitiv am wichtigsten sind! Ohne das geht gar nichts. Gegen Reisefieber gibt es aber leider noch keine Medikamente. Genauso wichtig, wie Medikamente ist aber auch das Thema Sicherheit – damit das „S“ auch nicht zu kurz kommt. Damit sich jeder Freiwillige im Ausland richtig verhält und sich nicht in Gefahr begibt, musste jeder vorab ein online-Sicherheitstraining absolvieren. Und damit ich mich selber sicherer fühle habe ich noch einen Erste-Hilfe Kurs gemacht. Ein weiterer Aspekt ist die Sprache. Bei meinen Recherchen habe ich erfahren, dass in Namibia neben der offiziellen Landessprache Englisch auch noch einige andere Landessprachen gesprochen werden. Darunter unter anderem Afrikaans, was sich leicht lernen lässt, weil es dem Niederländischen sehr ähnelt. Allerding muss ich Oshiwambo lernen, da dies von den kleinen Kindern und ihren Eltern in meiner Einsatzstelle gesprochen wird. Ich habe die Vermutung, dass dies zu einer großen Herausforderung wird, da man diese Sprache nirgendwo lernen kann und es jedenfalls in Deutschland keine Materialien gibt.
Kommen wir zu „V“, wie Visum – eine Zitterpartie, dank Poststreik und Röntgen. Ich musste einen rießigen Stampel an englischsprachigen Unterlagen ausfüllen und ärtzliche Bescheinigungen über meine Gesundheit einreichen. Dafür musste meine Lunge geröngt werden, um auszuschleißen, dass ich Tuberculose habe. Zusätzlich zu den ärztlichen Bescheinigungen, musste ich auch noch mein Schulzeugnis auf Englisch übersetzen; das war echt erstaunlich kompliziert. Ein weiteres „V“ findet sich beim Vorbereitungsseminar: Vor zwei Wochen waren alle 52 Freiwilligen (inklusive mir), die dieses Jahr vom JRK Westfalen-Lippe entsendet werden auf einem Vorbereitungsseminar. Wir konnten eine Woche lang alle Fragen stellen, die wir noch loswerden wollten und uns mit ehemaligen Freiwilligen unterhalten, die uns nochmal aus einer anderen Perspektive erzählt haben, was so auf uns zukommt und uns erwartet.
Ab diesem Zeitpunkt wurde alles schlagartig konkret, wie z.B. das Thema, was man alles so mitnehmen muss. Darunter natürlich auch ein bisschen Geld der Landeswährung: „W“- Währung,Geld, Finanzen…. ein wichtiges Thema, das nicht vernachlässigt werden darf. In Namibia zahlt man mit Namibian Dollar oder Südafrikanischen Rand. Deshalb war der erste Gang, als ich vom Seminar wieder zurück war, der zur Bank, um die namibischen Dollar zu bestellen. Die sind nämlich nicht vorrätig. 1€ sind ungefähr 10,3 ND…
Und schon sind wir beim „Z“ 😉
Um fleißig Spenden zu sammeln und meine Einsatzstelle zu unterstützen, habe ich auch Lokalzeitungen angeschrieben mit der Bitte über mein Vorhaben zu berichten. Und wer hätte das gedacht, aber es hat tatsächlich funktioniert, so dass zwei Artikel über mich und mein Projekt veröffentlicht wurden.
Im Zuge dessen, möchte ich mich an dieser Stelle auch schon mal jetzt <3-lich für alle bereits eingegangenen Spenden bedanken.

hier mal die Links zu den Artikeln:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/nord-west-borbeck/miriam-roth-hilft-den-armen-in-namibia-id10878445.html

http://www.lokalkompass.de/essen-nord/leute/von-katernberg-nach-swakopmund-miriam-roth-macht-freiwilligendienst-in-afrika-d569266.html

Bis bald, eure Miri 😀

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