Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit

Hallo zusammen

Im Projekt ist wieder einiges aufregendes passiert. Von den wichtigsten Ereignissen und Projekten werde ich euch jetzt berichten.
Das größte Projekt der letzen Wochen war das Streichen der Mauer, die unser Gelände umzäunt. Wir haben Tage vorher angefangen Bilder und Vorlagen herauszusuchen und Ideen zu sammeln, was wir zusammen mit den Jugendlichen vom Nachmittagsprogramm auf die Mauer malen wollen. Dann musste zunächst auch erstmal der komplette Untergrund weiß gestrichen werden. Aber auch dabei haben uns einige der Jugendlichen zum Glück schon geholfen.
Zusammen mit einem professionellen Maler konnten die Kinder dann beginnen ihre Vorlagen auf die Wände zu übertragen.
Als das erledigt war ging es dann los: Farben ausgeben, mischen, Pinsel ausspülen…
Das Chaos war also vorprogrammiert. Zum Glück hatten meine Mitfreiwillige und Ich große Unterstützung von unseren beiden Vorfreiwilligen, die uns überrascht und für 2 Wochen besucht haben. Die beiden waren so nett uns bei den Vorbereitungen zu helfen. 🙂 Alleine hätten wir das auch nicht geschafft.
Ich konnte dieses Chaos leider nicht bis zum Schluss beobachten, da das Streichen der kompletten Mauer am Ende gut 3 Nachmittage beansprucht hat und ich in dieser Zeit Besuch von meiner Familie bekommen habe. (Davon erzähle ich euch auch noch; wir haben in diesem Urlaub nämlich einiges erlebt)
Die ersten Tage war ich aber noch mit dabei und auch wenn es anstrengend war die Kinder in Schacht zu halten und ihnen zu erklären, welches Bild auf welche Mauer gehört hat es am Ende doch großen Spaß gemacht. Am Ende eines Tages sahen wir alle aus wie Sau und ich werde die Farbe nie wieder aus meiner Kleidung bekommen. Stört mich aber nicht, weil ich diese Aktion dadurch nie vergessen werde 😉 Ich fand es total schön zu sehen, wie begeistert, kreativ und talentiert die Jugendlichen zum Teil waren.
Als ich nach den 2 Wochen Urlaub wieder im Projekt angekommen bin, war ich begeistert von dem was ich gesehen habe. Die Mauer war fertig und die einzelnen Wände sind in meinen Augen richtig gut geworden. Aber davon könnt ihr euch ja mal euer eigenes Bild machen. Vorher waren die Wände übrigens grau; da sind doch bunte Wände eindeutig freundlicher und ansprechender. Schließlich ist unser Projekt ein Ort für Kinder. Ich finde das darf man auch ruhig sehen 😉
Die Farben und Materialien wurden uns übrigens gesponsert. Das muss an dieser Stelle mal gewürdigt werden. Also ein großes DANKE!

Eine weitere Spende, die unserem Projekt gesponsert wurde, waren Bilderbücher für die Pre-School und 6 miniLÜK. (Die kenne ich noch aus meiner Grundschulzeit und ich habe mich daran erinnert, wie hilfreich ich diese Lernmethode fand)
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Westermann Lernspielverlage GmbH, die uns die Bücher gesponsert haben und uns mit einem großzügigen Rabatt für die miniLÜK entgegengekommen sind. Und Danke an meine Eltern, die dieses Gewicht von 20 Kg noch in ihren Koffern unter bekommen und von Deutschland nach Namibia transportiert haben. Ich hoffe, dass sich die Bemühungen gelohnt haben und ich mit dieser Methode einige der Kinder individueller fördern kann und dass sie lernen eigenständiger zu arbeiten. Auch die Bilderbücher haben bei den Kindern großen Anklang gefunden und für Begeisterung gesorgt. mini-LÜK_rot_300dpi

Am Donnerstag haben wir mit den Pre-School Kindern und den Erstklässlern einen Ausflug in die DRC Klinik gemacht. Die Kinder sollten einen Eindruck von der Arbeit dort bekommen. Wir haben gelernt, dass dort nur schwangere Frauen und Mütter und ihre Neugeborenen behandelt werden und Hilfe bekommen. Aber auch Tuberkulose Patienten bekommen dort in einem anderen Container ihre Medizin.
Ich persönlich habe festgestellt, dass das Laufen in 2er Reihen immer noch genauso wenig funktioniert, wie es zu meiner Kindergartenzeit funktioniert hat 😉 Ich glaube damit hat jedes Kind seine Probleme.
Trotzdem war das alles in allem für die Kinder aber auch für mich eine sehr interessante Erfahrung, weil ich die Klinik bis zu diesem Zeitpunkt auch immer nur von außen gesehen habe und auch nicht wusste, dass dort nur Schwangere behandelt werden.

Dieses Video vom Besuch in der DRC Klinik hat meine Mitfreiwillige gemacht.

In meinem Arbeitsalltag hat sich nichts verändert. Ich unterrichte immer noch hauptsächlich die 3. und 4. Klasse, was mir großen Spaß macht.
Ich bin auch nach dem Urlaub dank der stürmischen Begrüßung der Kinder wieder schnell in den Alltag rein gekommen. (Und auch wenn mein Besuch bzw. meine Eltern das jetzt nicht so gerne hören 😉 ) Auch wenn der Urlaub wirklich schön war haben mir die kleinen Rabauken echt gefehlt . Ich genieße jede Minute, weil ich in weniger als 5 Monaten schon wieder im Flieger Richtung Heimat sitze.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch dann von dem Urlaub mit meiner Familie und teile ein paar Eindrücke des wilden Afrikas mit euch.

Bis dann,
eure Miri 😀

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