Familienbesuch

Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist. – Jean Paul

Hallo zusammen
knapp 4 Wochen ist es jetzt schon wieder her, dass meine Eltern und mein Bruder wieder zu Hause in Deutschland sind. Die 3 haben mich hier für 2 Wochen besucht und wir sind zusammen durch Namibia gereist.
Für mich war es sehr schön sie durch die Stadt zu führen und ihnen zu zeigen wo ich lebe und arbeite und wie mein Alltag aussieht.
Als sie hier angekommen wurden sie natürlich wie sich das gehört mit Braai-Abend empfangen. So konnten sie auch meine Vorfreiwilligen und einige meiner Mitfreiwilligen kennen lernen.
2 Tage später startete unsere Rundreise dann. Und wie sich das für eine Abenteuer-Reise gehört mussten wir sofort am ersten Tag der Reise bei 36 Grad in praller Sonne einen Reifen wechseln und dann ohne Ersatzreifen die Fahrt zur Lodge fortsetzen. Über Cape Cross (eine der größten Robben Kolonien) und den Brandberg ging es nach Twyfelfontein. Dort gibt es alte Stein Malereien und wir haben eine frei lebende Elefanten Herde gesehen. Es ist wohl ziemlich ungewöhnlich so viele Elefanten und ihre Jungen in freier Natur (also außerhalb Nationalparks) beobachten zu können.

Danach ging es weiter in den Norden nach Opuwo und zu den Epupa Wasserfällen. Diese liegen direkt an der Grenze nach Angola. Es war so unerträglich heiß und schwül durch das Wasser. Aber die Aussicht dann hinterher am Pool zu liegen und über die Berge zu schauen ließ mich die Temperaturen dann doch aushalten 🙂

Dann haben wir uns auf den Weg gemacht zum Etosha Nationalpark. Wir waren 3 Tage im Park und haben auch ziemlich viele Tiere gesehen 😀 Die kompletten BIG 5 haben wir aber leider nicht alle gesehen. Aber Löwen und Nashörner, Hippos und Elefanten, Giraffen und Zebras und unzählige Springböcke, Oryxe und andere Antilopen artige Tiere.
Zu Zebras kann ich euch sagen, dass diese Tiere die Angewohnheit immer mitten auf der Straße zu stehen und sich auch nicht davon beeindrucken lassen, wenn ein Auto kommt. Dann bleiben sie einfach stehen, gucken einen an und nicken mit dem Kopf. 😉 Und der Löwe war übrigens wirklich so groß wie er auf den Bildern aussieht. Der lag 4 Meter neben unserem Auto unter einem Baum und hat ein Zebra zerlegt.

Nach Etosha waren wir in einer wunderschönen Lodge in Otjiwarongo. Dort konnte ich einen Ausritt machen. Mit dem Pferd durch afrikanische Natur und Weite. Ich habe sogar Zebras und einen Büffel gesehen. Das war nochmal etwas ganz anderes als mit dem Auto, weil man viel näher an die Tiere kam.
Zurück an der Küste waren wir Quad fahren und haben eine so genannte Delfin Safari in Walvisbay gemacht. Mit dem Katamaran über den Atlantik. Wir haben tatsächlich Delfine gesehen, wie sie neben dem Boot her geschwommen sind. Ein unglaublich schönes Gefühl Delfine wirklich in freier Natur und nicht im Zoo zu sehen. Wir durften auch Robben füttern und jeder musste Austern probieren. Die Austern aus Swakop und Walvisbay sollen unter Kennern mit zu den besten der Welt gehören. Ich kann das nicht beurteilen; für mich schmecken sie einfach nur nach Glibber und Meerwasser 😉

Am Tag der Abreise hab ich meine Eltern und meinen Bruder dann mit ins Projekt genommen und habe ihnen nochmal gezeigt, wo ich arbeite. Die Kinder waren begeistert und haben sich gefreut mich wieder zu sehen. Ich hab mich auch riesig gefreut. Mein Bruder hatte nach 2 Minuten sofort 5 Kinder an Armen und Beinen hängen und musste mit den kleinen Rabauken spielen und toben. Die Sonnenbrille meiner Mutter hat auch für viel Spaß und Begeisterung gesorgt. Mir tat es gut wieder im Projekt zu sein und mit den Kindern zu spielen und sie wiederzusehen. Dadurch ist mir der Abschied von meinen Eltern nicht ganz so schwer gefallen. Obwohl es schon ein komisches Gefühl war sich nach 2 Wochen,in denen alles so vertraut war wie früher verabschieden zu müssen. Aber am nächsten Tag auf der Arbeit war alles wieder wie vorher und es blieb gar keine Zeit darüber nachzudenken, dass ich wieder ‚auf mich allein gestellt‘ bin.

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Ich weiß nicht was meine Eltern gedacht haben, als sie meinen Arbeitsplatz und das DRC zum ersten Mal in Realität gesehen haben. Aber jetzt haben sie wenigstens eine genauere Vorstellung von meiner Arbeit. Und wie man auf dem Bild ja sehr schön erkennen kann macht die Arbeit mit Kindern glücklich. Ich hoffe, dass jetzt nachvollziehbar ist warum mich die Arbeit hier so glücklich macht und ich so gerne hier bin 😀

Bis zum nächsten Mal, eure Miri 🙂

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