Endspurt…

Hallo zusammen 🙂
Viel Zeit bleibt nicht mehr, dann geht es schon wieder zurück nach Deutschland.
Und um die letzten verbleibenden Wochen und Tage noch effektiv und sinnvoll zu nutzen, ist auf der Arbeit natürlich noch einiges los. Wir machen Pläne und organisieren alles, was noch erledigt werden muss, bevor wir zurück fliegen müssen.

Unter anderem konnten wir endlich nach Monaten ein ziemlich großes Projekt, das wir zusammen mit unseren Vorfreiwilligen und deren Verein organisiert haben, zu Ende bringen. Also zumindest fast 😉 Der Verein hat vor einiger Zeit einen großen Container gekauft, der viele Wochen vor unserem Centre draußen auf der Straße stand. Wir haben es endlich geschafft einen großen Kran organisieren zu können, um den Container an seinen endgültigen Platz zu verschieben.
Dazu mussten wir einen anderen alten Container, den wir auch verschieben mussten komplett ausräumen und wieder einräumen. Ein Projekt, das fast den ganzen Tag in Anspruch genommen hat. Aber bei solchen Aktionen kommen auch immer Dinge zum Vorschein von denen man vorher gar nicht wusste, dass sie existieren 😉 In den neuen blauen Container müssen noch Fenster und eine Tür rein, damit man ihn als Klassenraum nutzen kann. Und das Dach fehlt noch. Dann ist aber auch dieses Projekt abgeschlossen.


Tangeni Shilongo Namibia e. VDer Verein, der viele Dinge für das Projekt organisiert und finanziell unterstützt, wurde letztes Jahr von unseren Vorfreiwilligen gegründet. Der „Tangeni-Shilongo-Namibia e.V.“ ist nach dem kleinen Tangeni Shilongo benannt worden, dessen junge allein erziehende Mutter bis vor kurzem gegenüber des Projekts gewohnt hat. Er unterstützt diese kleine Familie aber auch Das DRC School Project und Community Centre. Wir als aktuelle Freiwillige stehen in Kontakt zu unseren Vorgängern, um von hier aus in Kooperation mit dem Verein kleinere Projekte zu organisieren, wie z.B. den Kran für den Container. Dank des Vereins erhält das Projekt Spenden, wie z.B. Fußball Trikots der deutschen Nationalmannschaft, Fußbälle oder auch Pakete mit Seife und Cremes.
Weitere Infos über die Arbeiten des Vereins findet ihr unter Tangeni-Shilongo-Namibia.

Ansonsten liegt mein persönlicher Fokus meiner Arbeit hier eher auf dem täglichen Unterrichten. Ich habe festgestellt, dass mir das mehr Spaß macht als das Organisieren von Spenden oder das Planen von größeren Projekten. Aber da haben meine Mitfreiwillige und ich einen guten Weg gefunden, weil sie genau in den Dingen gut ist, die mir eher weniger liegen.
Dafür habe ich großen Spaß an der täglichen Arbeit im Projekt. Ich spiele gerne mit den Kindern, helfe ihnen bei ihren Hausaufgaben und Unterrichte.
Wir haben beim Ausräumen des Containers ein Twister Spiel gefunden und haben die Gelegenheit sofort genutzt um mit den 1.-Klässlern auf spielerische Weise die Farben zu wiederholen. Auch das Unterscheiden von rechts und links konnte gleichzeitig geübt werden. Allerdings musste ich feststellen, dass das für die meisten Kinder dann doch noch etwas zu kompliziert war. Aber zumindest für die Motorik und das Gleichgewicht der Kinder war es sinnvoll. Und lustig war es allemal 🙂 Allein das zuschauen hat schon großen Spaß gemacht. Ich bin immer froh und glücklich, wenn ich die Kinder lachen sehe. Diese strahlenden Gesichter geben mir sehr viel zurück und ich weiß, dass ich genau deswegen hier bin.

Nächste Woche findet der Cultural Day statt, für den jede Klasse etwas vorbereiten soll. Wir haben daher mit den 1.-Klässlern und der 3. und 4. Klasse die Namibische Nationalhymne eingeübt und eine Art Projektwoche gestartet. Wir haben unsere Kinder beider Klassen in die jeweiligen kulturellen Gruppen eingeteilt; eine Damara und eine Herero Gruppe, die Oshiwambos haben wir in 2 Gruppen aufgeteilt, weil wir davon sehr viele haben. Eine Kavango Gruppe gibt es auch noch. Und dann haben wir erstmal Brainstorming gemacht. Wir haben sie alles malen und aufschreiben lassen, was sie über ihre Gruppe bzw ihre Herkunft wissen. Nächste Woche werden wir die Plakate dann weiter ausarbeiten und schöne Poster gestalten, die dann am Cultural Day den Eltern vorgestellt und anschließend im Klassenraum aufgehängt werden können.

Ich selbst unterrichte meistens die 3. und 4. Klasse und habe dort vor kurzem mein eigenes kleines Kunst Projekt gestartet. Jedes Kind hat einen eigenen Schuhkarton bekommen, den es dann nach eigenen Wünschen und Vorstellungen umgestalten konnte. Schneiden, Kleben, Malen und mit Glitzer bestreuen…. Erlaubt war alles, was die Kreativität und die Materialien zugelassen haben 😀 Die Ergebnisse können sich sehen lassen und es hat mich gefreut zu sehen, wie stolz die Kinder auf ihre Werke waren. Von meinen Spendengeldern habe ich dann noch für jeden Karton eine Schere, Anspitzer, Bleistift und Buntstifte, ein Radiergummi und ein Lineal gekauft. Jetzt müssen wir jeden Morgen nur noch die Kisten verteilen und jeder hat seine Materialien, die für den Unterricht benötigt werden. Auch alle gemalten Bilder oder gebastelten Kunstwerke können jetzt in die Kiste. Am Ende des Schuljahres (das ich nicht mehr mitbekommen werde…) kann jedes Kind dann seine Kiste mit nach Hause nehmen.

Wie ihr ja jetzt sehen könnt ist im Projekt noch einiges los. Wir haben noch viel geplant, bevor es zurück geht. Langweilig wird es nie und man erlebt jeden Tag etwas neues. 🙂 Deswegen werdet ihr auch bald schon wieder von mir hören und ich werde euch von noch anstehenden Ausflügen, Events und natürlich auch vom Cultural Day berichten.

„Wichtig ist nicht wo du bist, sondern was du tust, wo du bist.“ – afrikanische Lebensweisheit

Bis bald, Eure Miri 😀

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